Evangelisches Diakoniewerk Bethanien Ducherow
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Anklam: Müll verschandelt grüne Ecken
STADTBILD
Kommunalpolitiker wünschen sich mehr Sauberkeit und fordern strengere Kontrollen und Bußgelder gegen Müll-Sünder.

Die Mitarbeiter der Anklamer Betriebsstätte der Bugenhagen-Werkstatt haben gestern mit den Aufräumarbeiten im Anklamer Stadtpark begonnen. Neben altem Laub wurde auch Müll weggesammelt.

ANKLAM. Stadtvertreter Marco Schulz (CDU) ist entsetzt: Gerade die schönsten Ecken von Anklam, um den Frühling zu genießen, fallen immer öfter als Dreckecken auf. So hat sich der Peenestädter kürzlich über den Zustand der Grünanlagen an der Nordseite der Peene maßlos geärgert. Denn ehedort nahe der Fußgängerbrücke ein Familienfest über die Bühne gehen konnte, seien die Initiatoren erst einmal zu einer Putzaktion gezwungen gewesen. Denn sonst hätten volle Papierkörbe, Müll, Grillreste, Flaschenscherben und tote Fische die   Feststimmung sicherlich empfindlich gestört, schilderte Schulz. Ganz abgesehen davon, dass zerbrochene Bierflaschen auf dem Kinderspielplatz an der Peene leicht zu Unfällen hätten führen können. Schulz, aber auch anderen Ausschussmitgliedern sind außerdem auch Schmuddelecken am Pelsiner See und im Bereich des Stadtparkes aufgefallen. Die Wege im Park würden überdies immer wieder von Anliegern mit Pkw befahren und damit kaputt gefahren. „Was ist das für ein Bild für Anklam?“, schimpfte Marco Schulz bei der jüngsten Sitzung des Kulturauschusses über diese Schandflecken im Stadtbild. Sauberkeit und das Bewusstsein der Bürger für ein ansprechendes Umfeld seien offenbar am unteren Ende angekommen. Schulz regte daher zusätzliche Papierkörbe und eine häufigere Abfuhr an, forderte die Verwaltung aber auch zu verstärkten Kontrollen auf. Wenn jemand etwa bei der illegalen Müllbeseitigung erwischt werde, müssten auch Konsequenzen folgen, meinte er und erhielt Zustimmung von anderen Ausschussmitgliedern. Gegebenenfalls müssten Platzverweise ausgesprochen und Geldbußen verhängt werden, sagte Andreas Brüsch von der IfA als sachkundiger Einwohner. Dirk Bierwerth von der Stadtverwaltung machte indes deutlich, dass die Stadt für derartige Kontrollen keine zusätzliche  Ordnungskraft beschäftigen könne. Und auch die Polizei könne nicht überall präsent sein. Man werde jedoch prüfen, inwieweit gemeinsame Streifen von Polizei und Stadtverwaltung häufiger angesetzt werden können. Auch in der Vergangenheit habe man bei Verstößen gegen Ordnung und Sauberkeit bereits hin und wieder Bußgelder verhängt, doch damit schaffe man das Problem nicht generell aus der Welt. „Die Leute sind so dickfellig geworden“, sagte Bierwerth. Die Verwaltung wolle allerdings im Bereich des Stadtparkes verstärkt Poller installieren lassen, um ungewünschte Fahrzeuge fernzuhalten.

Presse: Nordkurier vom 29.4.2011

Text und Bild: CLAUDIA MÜLLER



 

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Stand: 23. Januar 2011.